Ein genaues Gründungsjahr des Ordens ist nicht bekannt, aber dürfte zwischen 1118 und 1121 liegen. Die Gründer des Ordens waren Hugo von Payns, Gottfried von Saint-Omer und sieben weitere Ritter aus dem Adel des Abendlandes.
Der Ursprüngliche Name der Gemeinschaft war ‚militia christi', wurde jedoch aufgrund dessen, das die erste Unterkunft in der geografische Nähe Tempel des Salomon lag später in Templer umgemünzt.
Den offiziellen von der Kirche abgesegneten Status als Orden erhielten die Templer 1129 auf dem Konzil von Troyes, auf dem auch die Ordensregeln festgelegt wurden. Bis dahin hatten sie einfache Weltliche Kleidung getragen, doch nun mit dem offiziellen Status, legten die Ritter die weiße Habit an, wie sie auch die Zisterzienser trugen.
Es gab viel Kritik an der Idee eines kämpfenden Ordens im Bereiche des Klerus, doch die Templer hatten einen berühmten Fürsprecher. Der heiligen Bernhard verteidigte die Idee des Ordens 1130 in seiner Schrift "De Laude". Er rief in diesem Zuge die Ritter Europas auf dem Orden beizutreten und in "Disziplin und Gehorsam, Armut und Ablehnung des Müßigganges" Gott zu dienen und damit die Vergebung ihrer Sünden zu erwirken.
Als die lateinischen Staaten zwischen 1135 und 1140 ihren Höhepunkt erreichten, übergaben sie wie die iberischen Königreiche die Obhut der Grenzmarken den Ritterorden.
Mit der 1139 von Papst Innozenz II. veröffentlichten Bulle ‚Omne datum optimum' wurde der Templer Orden in die Unabhängigkeit von Weltlichen Herrschern entlassen, und direkt dem Papst unterstellt.
Im Jahre 1144 eroberte Imad ad-Din nach dreimonatiger Belagerung Edessa und zerbrach somit die Grafschaft Damaskus. In der darauffolgenden Entrüstung des Abendlandes erließ Papst Eugen III verschiedenen Kreuzzugs Bullen, die zu einem Kreuzzug mit professionellen Kämpfern aufrief. Doch erst die Kreuzzugspredigten des Heiligen Bernhardt waren der endgültige Auslöser.
27. April 1147 beschlossen die Templer auf dem Kapitel von Paris ihre Beteiligung an diesem Kreuzzug. In dieser Zeit erhielten die Templer vom Papst das recht das berühmte Templerkreuz auf ihrer Habit zu tragen.
Als erstes Zog ein Deutsches Heer gen heiliges Land. Etwas später folgten das Französische Heer mit den Templern. Als diese Konstantinopel erreichten, mussten sie feststellen, daß das Deutsche Kreuzfahrerkontingent von den Seldchucken aufgerieben worden war.
Während sich das Französische Heer unter Führung Ludwig VII auf den Weg über die Berge Kleinasiens machte, löste sich die Vorhut unter Gottfried von Rancogne vom langsameren Hauptheer ab. Infolge dessen war dieses heftigen Angriffen der Türken ausgesetzt, die im Unwegsamen Gelände weitaus beweglicher waren als die Kreuzfahrer.
Ludwig VII überließ daraufhin den Templern die Führung des Heeres, die es dann auch schafften mit Mut und Disziplin das Heer ohne größere Verluste bis Attalia zu bringen.
Doch trotz der Erfolge die die Templer auf dem Weg nach Attalia erzielten, endete der eigentliche Kreuzzug gegen Damaskus in einem Desaster.
Ludwig konnte nur einen Teil der Truppen mit nach Antiochia einschiffen, was ihm eine schmerzliche Niederlage bescherte. Nur wenige Überlebten und zogen sich verbittert ins Abendland zurück.
Am 22 August 1153 wurde die Stadt Askalon von den Christlichen Heeren unter Balduin III eingenommen. Dadurch war einerseits die Sicherheit des südlichen Königreiches gewährleistet, andererseits eröffnete es einen Weg nach Ägypten.
Nur-ed-Din übernahm derweilen Damaskus und wandte sich nach der Einigung Syriens Ägypten zu. Das galt es unbedingt zu verhindern.
Zwischen 1163 und 1168 führte König Amalrich I mehrere Feldzüge gegen Ägypten, die jedoch nicht zu einer militärischen Einigung, sonder lediglich zu Vertraglichen Einigungen führten. Aufgrund erheblicher Verluste in vergangenen Kämpfen weigerten sich die Templer 1168 erneut mit Amalrich I gegen Ägypten zu ziehen. Dieser zog daraufhin mit Hilfe der Johanniter gegen Ägypten und erlitt eine Furchtbare Niederlage.
In der folgenden Verwirrung ergriff Saladin seine Chance. Er zog in Kairo ein und schaffte kurz darauf Fatimadenkalifat ab. Theoretisch agierte Saladin nur in Nur-ed-Dins Namen, doch erst nach dessen Tod 1174 kam es zur endgültigen Einheit von Syrien und Ägypten.
Auch Amalrich verstarb 1174, und ihm folgte Balduin IV, der zwar talentiert jedoch von Aussatz befallen bereits 1185 starb.
Aus den Streitigkeiten um sein Erbe ging sein Schwager Guido von Lusignam als Sieger hervor nachdem er mit Hilfe des Templer-Großmeisters Gerhard von Riderfort seinen Gegner Raimund III Graf von Tripolis und Herr von Tiberias des Verrates bezichtigte. Dieser hatte einige Jahre zuvor mit Saladin einen Friedensvertrag abgeschlossen, weshalb er den Durchmarsch von Saladins Truppen durch sein Gebiet dulden musste.
1187 kam es zu einer Einigung zwischen den beiden, als Saladin zur Offensive ansetzte.
Wie kam es dazu?
Anfang 1187 hatte Rainald von Châtillon trotz Waffenstillstandes eine muslimische Karawane überfallen. Saladin forderte Genugtuung, doch trotz Guidos Befehl weigerte sich Rainald die Beute zurückzugeben.
Saladin war das gerade recht. Er mobilisierte die gesamte Muslimische Welt zum größten Heer das die Muslime jemals zusammengebracht hatten.
Auf Riderforts Rat rief der König alle Garnisonen aus den Städten und versammelte sie an den Quellen von Saffuriya. Der Templer Großmeister nutzte den von Heinrich II von England in die Obhut des Ordens gegebenen Schatz um weitere Fußknechte anzuheuern, obwohl dieser eigentlich nicht freigegeben worden war.
Am Morgen des 3. Juli 1187 ordnete Guido von Lusignam auf Anraten von Riderfort und gegen die Einwände Raimund III den Marschbefehl an. Gegen Bogenschützen und wendige Reiter kamen sie nicht an, und als Saladin aufgrund günstiger Windbedingungen auch noch das Buschwerk anzünden ließ, waren sie verloren. Die Fußtruppen flüchteten in die Berge. Die Kavallerie war schutzlos und erlitt herbe Verluste. Mindestens 150.000 Mann fielen Saladin in die Hände. Die einfachen Knappen wurden versklavt, Rainald von Châtillon und sämtliche Mitglieder der Templer und Johanniter wurden hingerichtet. Einzig den König, die Barone des heiligen Landes und Gerhard von Riderfort verschonte er.
Das Königreich nun seiner Verteidiger beraubt viel fast vollständig in Saladins Hände. Auch Akkon viel in seine Hände, und im Oktober1187 ergab sich auch Jerusalem nach wenigen Tagen der Belagerung. Die Bevölkerung konnte die Stadt nach Zahlung eines Lösegeldes frei verlassen und sammelte sich wie alle Vertriebenen des Reiches in Tyrus. Tyrus konnte trotz zweimonatiger Blockade gehalten werden.
Kaum wieder frei planten Guido von Lusignem und Templer Großmeister Riderfort die Rückeroberung Akkons. Riderfort erlebte diesen Augenblick jedoch nicht mehr, denn er starb am 4. Oktober 1190 in einem Gefecht.
Nach dem 3. Kreuzzug und dem Verlust Jerusalem entflammte erneut Kritik am Kreuzzugsgedanken. Dennoch versuchte das Abendland erneut zu mobilisieren.
Doch die Richtung wurde von den Befürwortern bald abgelenkt, so dass nicht mehr Ägypten, sondern die Griechen in Byzanz das Ziel sein sollte.
Auch die Ritterorden blieben von Kritik nicht verschont, immerhin hatten sie ihr oberstes Ziel und Ihre Pflicht, Jerusalem an die Muslime verloren. Auch der Streit untereinander war nicht gerade Hilfreich, und so versuchte der Papst 1274 auf dem Konzil von Lyon die Ritterorden zusammenzuschließen, um das schlimmste zu verhindern. Aber es scheiterte an den viel zu weit auseinanderliegenden Zusammenschlussideen, und den verhärtete um nicht zu sagen feindseligen Fronten zwischen den einzelnen Orden.
Doch so sehr diese Fronten in Politischem Sinne auseinander gingen, so sehr ergänzten sie sich im Kampf. Zwischen 1217 und 1248 plädierten die größten Orden, die Templer und die Johanniter für Ägypten als neues Kreuzfahrerziel. Nicht einigen konnten sie sich aber auf die Frage des Bündnispartners.
Der neue Kreuzzug wurde unter der Führung von Theobald von Navarra organisiert. Damaskus und Ägypten waren Rivalen, und so galt es den einen zum Gegner, den anderen zum Verbündeten zu machen. Doch Theobald wollte kein Bündnis. Er beschloss erst gegen Ägypten und dann gegen Damaskus zu zeihen. Die Niederlage bei Gaza war erbärmlich.
Als die Mongolen Ende der 1250er Jahre in den Nahen Osten und Europa eindrangen, bildete sich in diesem Bereich ein Machtvakuum, das die Templer und Barone des Morgenlandes im Februar 1261 zu Nutzen versuchten. Sie scheiterten und ermöglichten so Sultan Baibars eine große Offensive gegen die Lateiner. Die Wehranlagen der Orden waren nur mit großen Besatzungen zu halten, doch es wurde immer schwieriger solche Garnisonen zusammenzustellen.
Die Offensive dauerte bis 1275, und mit Gewalt Hinterlist und Verrat gelang es Baibars den Untergang des Königreiches von Jerusalem zu besiegeln. Nach und nach vielen die Städte. Noch 20 Jahre hielten sich die Lateiner vor allem in den gut befestigten Küstenstädten, bevor die Muslime zum Endgültigen Vernichtungsschlag ausholten.
Der Templermeister Wilhelm von Beaujeu hatte es geschafft Agenten an den Hof des Sultans Qualawun in Kairo einzuschleusen. Diese berichteten ihm 1289 von einem bevorstehenden Angriff auf Tripolis. Er warnte den Grafen von Tripolis, doch dieser schlug die Warnungen in den Wind was er mit der Einnahme der Stadt im Mai desselben Jahres bezahlte.
Nun wandte sich Qualawun gegen Akkon. Doch bevor er seine Pläne, die Beaujeu bekannt waren, umsetzen konnte verstarb er. Sein Nachfolger el-Malek-el-Ashraf verfolgte diese Pläne jedoch weiter und griff Akkon im Frühling 1291 an. Am 17. Mai gelang es den Muslimen eine Breche in die Stadtmauer zu schlagen. Die Templer versuchten einen Gegenangriff scheiterten aber. Beaujeu verstarb bei dieser Attacke.
Der Wiederstand konzentrierte sich im Templerviertel, da dieses am besten befestigt war. Doch das Haupthaus stürzte gegen Ende der Kämpfe ein und begrub Angreifer wie Verteidiger unter sich. Wer konnte schiffte sich nach Zypern aus oder zur Templerfestung Chastel Pelerin. In den folgenden Wochen fielen Tyrus, Beirut und Sidon kampflos und am 14. August 1291 wurde auch der Stolz der Templer Chastel Pelerin aufgegeben. In einem wohlgeordneten Rückzug setzten sich die Templer nach Zypern ab, wo sie ihr neues Hauptquartier aufschlugen.
1293 wurde Jacques de Molay zum Großmeister der Templer gewählt. Er versuchte noch einmal einen Kreuzzug zu erwirken und betrieb ein paar Angriffe von See aus gegen einige Moslemische Küstenstädte.
1306 lud Papst Clemens V die Meister der beiden großen christlichen Ritterorden nach Poitou ein um über die Zukunft zu beraten. Ende 1306 traf der Templer Großmeister ein der Johanniter- Großmeister erst im August1307.
Wenig später wurde der Großmeister und alle würdenträger des Pariser Tempels verhaftet. Es folgten Verhaftungen in ganz Europa.
Im Jahre 1312 wurde der Orden Offiziell beim Konzil von Vienne aufgelöst, und 2 Jahre später wurde Jaques de Molay auf dem Scheiterhaufen verbrannt.
Der Zweite Kreuzzug
Saladin
Das 13.Jahrhundert
Der Fall Akkons und das Ende des Ordens